Samstag, 4. September 2010

Erklärungen zum Blog

Hier nun ein paar Erläuterungen zu diesem Blog.

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Wie alles begann...

Eigentlich war die Idee, dass wir (meine Freundin und ich) die Tour alleine unternehmen.
Wieder einmal beim Stammtisch der MIG's (Berliner Biker Motorrad-Interessengemeinschaft), sprachen wir wieder über Touren für die nächste Saison, dann kam ja die Idee mit der Nordkaptour auf und durch Zufall hatte ich dabei erwähnt, dass wir zu zweit auf Harley's die Route66 entlang fahren wollten. Und schon meldeten sich Interessenten, die gerne mitkommen wollten.  > (siehe auch http//www.nordkappundzurueck.blogspot.com) <

Das war der Beginn der Planung:

Da wir ja schon vor zwei Jahren eine ähnliche Tour mit dem Auto gefahren sind, wusste ich auch schon bestens Bescheid und begann eine erste Tour zusammen zu stellen. Nach mehreren Besprechungen und einigen Änderungen stand dann letztendlich unsere Tour fest und es konnte gebucht werden.

Und so sieht unsere Route nun aus:

Phoenix - Flagstaff - Gallup - Monument Valley - Kayenta - Page - Tusayan - Williams - Seligman - Hackberry - Kingman - Oatman - Laughlin - Hoover Dam - Las Vegas - Los Angeles - Malibu - Santa Barbara - Monterey - San Francisco

Und am 04.Sept.2010 geht es endlich los.....





Tag 1 Der Hinflug

Samstag, 04.Sep. 2010 Um 11:40h sind wir pünktlich in Tegel gestartet.
Nach über 8 Std. Flug sind wir dann in NewYork zwischengelandet.
Hier hatten wir leider 5 Std. Aufenthalt, bis es endlich nach Phoenix weiter ging. Leider nochmals 5 Std. Flug.
Als wir dann endlich nach mehr als 20 Std. in  Phoenix gelandet sind, ist es auf Grund der Zeitverschiebung von -9 Std. mittlerweile in Deutschland Sonntagmorgen 7:00h.

unser Motel Comfort Inn

Jetzt hatten wir nur noch einen einzigen Gedanken, zum Alamoschalter, den Mietwagen abholen damit die letzten 35 km zum Hotel zu fahren um endlich ins Bett zu fallen.
Leider haben wir Probleme mit unseren Handys, die loggen sich noch nicht ein. Also erst einmal die Neuigkeiten hier im Blog nutzen.


Tag 2 Rent a Harley

Sonntag, 05.Sept. 2010 heute ist der Tag der Wahrheit - Ausleihen der Harleys. Dazu sind wir zum nächsten Harley Dealer, der auch gleichzeitig die Eagle Rider Station ist, gefahren. Nach einer kurzen Einweisung wurden uns die Maschinen übergeben. Annette (Heritage Softail), Loki (Road King), Wolf (Heritage Softail) und ich (Electra Glide).
Auch für Fränze wurde es jetzt ernst, sie muß nun das große Auto alleine fahren!!


Nach einer kurzen Probefahrt, hatten wir uns alle schnell an die neuen Moppeds gewöhnt. Deshalb sind wir im Anschluss noch nach Phoenix gefahren, denn ich wollte mir dort das Hardrock-Cafe anschauen. Diese Fahrt hatten wir aber mit dem Auto unternommen. Es ist hier so heiß, dass es keinen Spaß mit den Moppeds gemacht hätte. Im Anschluss hatten wir uns noch das Baseball-Stadion angeschaut und im Fridays einen leckeren Jim Beam Burger verspeißt, dabei immer den Blick auf das Stadioninnere gerichtet.   

Tag 3 Flagstaff

Montag, 6.Sept. 2010 heute ging es nun endlich auf Tour, unser Ziel war Flagstaff. Wir hatten ca. 270 km vor uns. Laut ADAC-Routenplaner 5 Std. Fahrzeit. Wir verliessen Phoenix über die I101. 
Kaum waren wir aus Phoenix raus, da wurden wir von einem Gewitter und starkem Regen überrascht. Eine alte Westernstadt-Kulisse diente uns als Unterstellmöglichkeit. Nachdem wir ca. 1 Std. den Regen passieren ließen, machten wir uns erneut auf dem Weg. 
Es war eine wunderschöne Strecke. Was wir allerdings zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: es sollte für unsere erste Etappe aber auch gleich richtig zur Sache gehen. Was  ich damit meine?

Ganz einfach, die heutige Route führte uns durch die Berge, war also gleich am ersten Tag eine ganz schöne Aufgabe für uns alle. Wir sind durch ein niedliches Bergdorf, mit dem Namen Jerome, gefahren. Ein wenig später kam dann die niedliche Stadt Sedona, welche direkt am Fuße der Red Rocks liegt. Mittlerweile ist es nun auch 18h und so konnten wir die Red Rocks, die in der Abenddämmerung ihrem Namen alle Ehre machten, im herrlichen Rot begutachten, bis es dann weiter nach Flagstaff ging. Der Weg führte uns weiter durch die Berge, über Hängebrücken und Schluchten, es war aber trotzdem eine wunderschöne Strecke.

Unser Hotel in Flagstaff erreichten wir, um 20h, im Dunkeln. Der Tag war für alle ziemlich anstrengend und so begaben wir uns nach dem Abendbrot alle müde ins Bett. Morgen geht es dann weiter nach Gallup.


Tag 4 Gallup

Dienstag, 07.Sept. 2010 als wir heute morgen wach geworden sind und den 1.Blick aus dem Fenster richteten, ging meine Stimmung sogleich in den Keller. Draußen tobte ein Gewitter, es regnete aus Kübeln und es war "Schweinekalt" - Na toll, da sind wir in USA und haben das gleiche Wetter wie in Berlin - vor allem der Kontrast! Gestern noch geschwitzt und heute frieren wir wie die Schneider. Hinzu kam noch ein wasserdünner Kaffee und ein Frühstück, was eigentlich keines war. Also im Days Inn sollten wir nicht mehr absteigen. 
Aber wir haben gleich gegenüber ein typischer amerikanisches Diner gefunden, wo wir mit einem super Frühstück entschädigt wurden. Außerdem hatte sich in der Zwischenzeit das Gewitter verzogen und es war wieder strahlend blauer Himmel, als wir uns wieder auf dem Weg machten. Da es auch wieder warm war fuhren wir nur im T-Shirt bekleidet. 

Kaum hatten wir Flagstaff verlassen und waren auf der Interstate-40, sind wir in einen mächtigen Schauer geraten, so dass wir bis auf die Knochen nass waren. Ansonsten sollte es eigentlich keine großen Highlights geben, wir hatten 290km Interstate bis nach Gallup vor uns.
Aber es kam dann doch anders: erst sind wir einem Wegweiser zum Meteor Krater gefolgt um uns diesen anzuschauen und dann lag da auch noch das WigWam-Hotel in Holbrook auf unserer Route, wo wir auch einen kurzen Stopp einlegten. Bis hier sind wir den weiteren Gewittern entkommen. 

100km dann vor unserem Ziel - Gallup - sahen wir die dicke schwarze Wand vor uns. Rechtzeitig haben wir uns die Regenklamotten angezogen, denn kurze Zeit später hat es dann wieder wie aus Kübeln geregnet. Natürlich ab da an nur noch Dauerregen bis Gallup!! Ich glaube ich brauche es hier nicht zu beschreiben, wie es ist mit einem Braincap und fingerlosen Handschuhen 100 km durch Dauerregen zu fahren....
In Gallup sind wir im Super8 abgestiegen. Naja, die Gegend sah ja nicht so viel versprechend aus, wir scheinen hier im tiefsten Indianerland zu stecken! 
Ein Restaurant, gleich neben unserem Motel, welches wir aufsuchen wollten, sah auch nicht so gut aus, so dass wir beschlossen, dann doch lieber woanders hinzufahren - und das war eine super Idee. So kamen wir zu "Golden Coral" und haben uns am super Büfett, noch einmal richtig die Bäuche voll geschlagen, bevor es zu Bett ging. Morgen ist ja eine lange Tour bis nach Kayenta geplant. Das heißt früh losfahren....


Tag 5 Kayenta (Monument Valley)

Mittwoch, 09.Sept. 2010 heute hieß es früh aufstehen, Abfahrt war 08h, denn wir hatten die erste lange Etappe vor uns. Unser Ziel war Monument Valley/Kayenta. D.h. 400km und 6Std. reine Fahrzeit. Es hatte endlich aufgehört zu regnen, aber der Himmel war noch sehr grau. Was wir noch nicht wussten, uns sollten heute noch einige Highlights bevorstehen.
Aber dazu später.
Erst einmal sind wir trocken gestartet, es war aber immer noch "schweinekalt"
Die Fahrt führte durch Steppengebiete und stellenweise auch wunderschöne rote Felsformationen.
Als erstes Highlight haben wir uns den "Mexican Hat"  angeschaut, naja ist halt nur ein schön geformter Fels, aber dann zog ein schweres Gewitter auf. Deshalb hielten wir es für besser die Mopped am Wegesrand abzustellen und uns lieber ins schützende Auto zu setzen. Das war auch gut so, denn es hat mal wieder aus Kübeln gegossen!! Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich die Schotterstraße in einen kleinen Bach, eigentlich nicht schlimm, wären da nicht die Mopped's!!! Schon nach kurzer Zeit drohte meine E-Glide, die ja schon komplett im Wasser stand, umzukippen. Auch die Heritage von Wolf stand mitten im Wasser und versank so langsam. Also mussten wir unsere Harley's erst einmal ins Trockene zurück ziehen.  - Dank Wolf's Armee-Stiefel blieben wir dabei auch trockenen Fußes. -
Als dann alles halbwegs wieder trocken war, fuhren wir weiter zum Monument Valley.
Alleine die Anfahrt, das Valley immer vor uns liegend, war schon beeindruckend. Wir waren ja schon vor zwei Jahren hier, aber diesmal kamen wir von der anderen Seite und es war noch beeindruckender. Endlich hatten wir es erreicht,

- das Monument Valley -


Nach kurzer Absprache beschlossen wir auf meinen Wunsch den Scenic Loop mit den Moppeds zu fahren. Annette hatte es lieber gleich vorgezogen bei Fränze im Auto mit zu fahren, was auch  gut war!! Die Strecke erwies sich doch schwieriger als erwartet. Eine reine Geröllstraße, steil und tiefe Schlaglöcher, die die Harley's das eine und andere Male aufsetzen ließ. Die Frauen und Wolf hatten dann doch lieber beschlossen um zukehren, da es ihnen zu gefährlich war!! Aber ich musste es einfach tun, so nach dem Motto: 1 Mann muss zwei Dinge im Leben tun - 1 Baum pflanzen und mit der Harley den Scenic Loop im Monument Valley abfahren :). Ich hatte Glück, denn Loki hat sich mir angeschlossen, denn alleine wäre ich nicht gefahren, im Falle eines Sturzes!! Die Tour war extrem anstrengend, die eine oder andere brenzlige Situation gab es auch!! Aber im nachhinein gesehen, haben wir es nicht bereut es trotzdem getan zu haben.

Das Wetter hat uns dann abends auch noch verwöhnt, es war ein herrlicher Sonnenuntergang und wir konnten das Valley mal wieder in verschiedenen Farben und Schattenspielen geniessen.


 Im Dunkeln sind wir dann zu unserem nächsten Motel gefahren , was noch ca. 50km entfernt lag.  Das Motel lag direkt im Indianerland, war sehr einfach, sehr teuer und eine wunderschöne Lage am Canyon.

Tag 6 Page

Donnerstag, 09.Sept. 2010 
Heute hatten wir uns mal ein wenig länger schlafen gegönnt. Bis Page waren es nur noch ca. 100km. Die einzelnen Gebäude von unserem Hotel erinnerten uns ein wenig an Asyl-Baracken., was bei uns einen kleinen negativen Eindruck hinterließ. 
Im Gegensatz dazu das Wetter, es zeigte sich heute von seiner guten Seite. Es begrüßte uns ein strahlend blauer Himmel und auch der Wetterbericht hat uns für die nächsten Tage nur Sonnenschein prophezeit. 
Gegen 11h verließen wir nun unsere "Indianer-Baracke", blickten noch ein letztes Mal auf die schöne Canyon-Aussicht und machten uns auf den Weg. Gegen 13h sind wir in Page angekommen. 
Hier bleiben wir nun endlich mal 2 Nächte, was auch gut ist denn Page ist wunderschön gelegen am Lake Powel. Im Gegensatz zu unserer letzten Nacht haben wir hier ein Luxushotel, das Quality Inn und das zum selben Preis!!
Einstieg in den Lower Canyon
Unsere freie Zeit verbrachten wir mit ein wenig shoppen und mit einer Besichtigung des Lower Antelope-Canyon. Wir waren zwar schon vor 2J. einmal hier aber damals war es zur Vormittagszeit und jetzt war es schon 15h. Es ist schon beeindruckend, was alleine durch die spätere Tageszeit und den veränderten Stand der Sonne, sich für Farb-Unterschiede zu damals darstellten. 

Und so konnten wir uns auch ein zweites Mal am Antelope-Canyon nicht satt sehen.

 

Tag 7 Page Teil2

Freitag, 10.Sept. 2010 da wir in einem super Hotel die Nacht verbrachten, freut es uns umso mehr, hier noch eine Nacht zu verbringen. 
Heute wollten wir uns den ""HorseShoe Blend" anschauen. Um ans Ziel zu gelangen mussten wir ca. 1km zu Fuß gehen, aber dieser 1km war ganz schön anstrengend, da er durch tiefen Sand und einigen Steigungen verlief. 


Der Hinweg bergab ging ja noch, aber der Rückweg bergauf hatte es echt in sich...
Aber was uns, von da oben,  dann für ein Ausblick geboten wurde,  hatte uns für alle Strapazen entschädigt,
einfach umwerfend...

Dann kam uns die Idee doch eine Bootstour auf dem Colorado-River zu machen und kurz entschlossen haben wir auch eine gebucht. 

Um 13h ging es also los und die Tour sollte 5Std. dauern!!





Eigentlich halten wir ja nichts von solchen
Touristentouren und unsere Skepsis hatte sich abermals bestätigt, aber erst einmal der Reihe nach;
Wir sind also um 13h mit dem Bus durch eine abgesperrte lange Tunnelröhre hinunter zum Fuße des Glen Canyon Staudamm gefahren, das war erst einmal schon beeindruckend, die Staumauer von ganz unten anzuschauen. Anschließend sind wir in eine Art Schlauchboote gestiegen und fuhren nun den Colorado-River in südl. Richtung entlang. Bis hier ist noch alles chic!! Leider war aber unsere weitere Fahrt ständig mit Treiben auf dem Wasser und belanglosem Gerede unterbrochen. Nach ca. 1std haben wir dann am Fuße des HorseShoe Blend an einer kl. Badestelle für ca. 40min. angehalten. Wer wollte konnte hier im 9°C kaltem Colorado-River baden!! Ich ließ es mir nicht nehmen und hab es trotzdem getan!!
Es ist aber richtig kalt gewesen, schon nach kurzer Zeit fingen an die Beine weh zu tun und ich beschloss dann wieder aus dem Wasser zu gehen. Danach sind wir weiter in südl. Richtung gefahren, um den HorseShoe Blend herum. Es ist schon komisch, heute morgen war ich noch da ganz oben auf dem Felssprung und jetzt bin ich hunderte von Metern tief unten am Fuße des HorseShoe Blend. Als ich nach oben sah, zu der Stelle wo ich heute morgen die Fotos geschossen hatte, da sah ich nur ganz winzige Menschen, die nun Fotos mit uns geschossen haben....
Um 17h haben wir dann endlich wieder angelegt und der Reisebus hatte uns dann die 40Meilen in 1Std. Rückfahrt wieder am Startpunkt abgesetzt. 

Aber mal ehrlich, wir waren maßlos enttäuscht, die ganze Tour hätte man in ca, 2 1/2Std. durchziehen können, dann noch etwas billiger das ganze anbieten und es wäre eine super Tour gewesen. So war es einfach die meiste Zeit langweilig, der Preis war auch nicht angemessen und wir hätten mit der verbleibenden Zeit uns noch anderes anschauen können, egal!!
Morgen geht es dann zum Grand Canyon und nach Williams...